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NLS: Die Cards Ladies sind zurück auf der Siegerstrasse.

Cornelia Noti 05.07.2009
Das Softballteam schlägt die Wil Devils zu Hause zweimal mit 18:5 und 8:4. Nach den beiden Niederlagen letztes Wochenende in Therwil waren die Cards Ladies heute mehr als heiss auf einen Sieg.
Die Bernerinnen starteten in der Defense und legten gleich richtig los: Fly Out, Out on First, Basehit, Out on First.
Top motiviert und gestärkt von einer intensiven Trainingswoche betraten die Cards die Platte und zeigten den Wilerinnen deutlich, wer hier zu Hause ist. Lead off Fränzi Corradi startete mit einem Basehit, und kam schon auf Nummer zwei, Amanda Bell, wieder nach Hause. Als dritte an der Platte, legte Heather Ebert ihren ersten Homerun hin. So ging es munter weiter, die Cards Ladies schlugen das Line-up einmal durch, ohne dass das Inning beendet gewesen wäre. Doch nach 7 Runs war dann doch einmal Schluss und die Cards mussten zurück in die Defense.
In diesem Inning hatten die Cards ein bisschen mehr Mühe und die Devils ein bisschen mehr Schlagkraft. Durch zwei Walks und zwei Errors schafften es die Devils, vier Runs nach Hause zu bringen. Es stand nun 7:4 für die Cards und die Bernerinnen wollten diesen Vorsprung auch im zweiten Inning weiter ausbauen. Leider konnten die Bernerinnen dieses Vorhaben nur bedingt umsetzen. Einzig Heather Ebert konnte mit ihrem Homerun Nummer zwei scoren.
Doch im dritten Inning fanden die Cards zu ihrer Topform zurück. Mit einem klassischen 3 up, 3 down fegten sie die Devils von der Platte, die sie nun endgültig zu dominieren begannen. Ganze 16 at bats konnten die Bernerinnen in diesem einen Inning für sich schreiben. Durch 9 Singles, ein Fielders-choice, zwei reached on error einem Double und einem Tripple der frisch ins Team zurückgekehrten Martine Pestoni-Gilliéron konnten die Cards 10 Runs scoren. Somit stand es zum Ende des dritten Innings bereits 18:4 für die Bernerinnen.
Zurück in der Defense zeigten die Cards auch weiterhin ein tolles Spiel. Sie liessen einzig einen Run zu, bevor sie auch schon wieder zurück in die Offensive wechselten. Da lief es für die Cards aber zur Abwechslung einmal überhaupt nicht. Die drei ersten at bats wurden zu Outs und die Cards Ladies mussten ihren einzigen Nuller in diesem Spiel schreiben.
Doch um noch eine Chance auf den Sieg zu haben, hätten die Devils jetzt mindestens sechs Runs scoren müssen. Das gelang ihnen jedoch überhaupt nicht. Das Pitching der Bernerinnen blieb konstant solid wie fast im kompletten Spiel und die Gäste mussten einen weiteren Nuller schreiben. Die Cards gewannen das erste Spiel gegen den Tabellen Zweiten mit 18:5.

Das zweite Spiel stand ganz im Zeichen der Pitcher.
Die Devils konnten zwar oft Kontakt mit dem Ball erzeugen, jedoch keine der Spielerinnen schaffte es, zu punkten.
Den Bernerinnen ging es jedoch leider nicht besser, sie schafften es (noch) nicht einmal auf Base und das Inning endete ziemlich ausgeglichen und ohne Runs.
Die Devils gewöhnten sich ziemlich schnell an das neue Pitchingtempo. Durch einen Walk und einen In-Park-Homerun konnten die Ostschweizerinnen zwei Runs vorlegen.
Auch die Cards hatten schon ein bisschen weniger Mühe mit dem schnellen Pitching.
Sibylle Zürcher liess sich vom Tempo nicht beeindrucken, wartete lange genug und sicherte sich das erste Base durch einen Walk. Von da stahl sie sich weiter bis auf Drei und kam auf einen passed ball der Wiler Catcherin nach Hause. Auch Martine Pestoni-Gilliéron brachte sich erneut auf Base und weiter bis zur Dritten, doch bis nach Hause reichte es leider nicht mehr.
Das dritte Inning glich dem zweiten sehr. Mit einem Double, einem Single und einem Sac-Fly-Out konnten die Devils erneut zwei Runs nach Hause bringen.
Die Cards, mittlerweile mit einem Rückstand von 4:1 mussten dringend aufdrehen. Doch einzig Lead-off Fränzi Corradi konnte sich einmal rund um die Bases bringen und den Punktestand wenigstens auf 4:2 verkürzen.
Nun hatte Amanda Bell aber genug von punkteten Gegnerinnen und liess die Devils nur noch Pop-ups schlagen oder Bunten, wenn sie denn den Ball überhaupt ins Spiel bringen konnten. Zum Scoren kamen sie jedenfalls nicht mehr.
Die Bernerinnen dagegen waren endlich hinter das Geheimnis des Schlagens auf schnelle Pitches gekommen. Drei Singles, zwei Doubles und ein Walk reichte den Bernerinnen, vier Runs zu soren und den Gästen die Führung abzunehmen.
Die Wilerinnen konnten an diesem Umstand in den nächsten drei Innings nichts mehr ändern. In maximal vier at bats schafften sie es nicht mehr, Punkte nach Hause zu bringen. Anders die Bernerinnen. In Inning fünf und sechs schafften sie es, mit soliden Hits und geschicktem Baserunning, jeweils einen Run zu scoren. Nach der ersten Hälfte des siebten Innings war das Spiel entschieden, die Cards gewannen auch das zweite Spiel gegen die Devils mit 8:4.  

Es ist kaum zu glauben, dass hier die gleiche Mannschaft auf dem Feld stand, wie letztes Wochenende. Die Cards Ladies zeigten, was sie wirklich konnten. Mit einer tollen Einstellung schafften sie es, Krisen zu überstehen und das Spiel zu wenden. Wenn die Bernerinnen spielen, wie sie es heute getan haben, können sie jedes Team schlagen. Vor allem, wenn das noch vorhandene Verbesserungspotenzial ausgeschöpft wird und unnötige Fehler vermieden werden.
Ein hezliches ?Willkommen zurück im Team? an Martine Pestoni-Gilliérion, die mit vier Runs und einem tollen Tripple aufzeigte, welche Unterstützung den Cards Ladies in den letzten Saisons fehlte und noch einmal herzliche Gratulation an Heather Ebert zu den beiden Homeruns, es werden sicher noch weitere folgen.
Zum Schluss noch ein riesen Dankeschön an die Maskottchenbastlerinnen und die Birdie-Jungs; ein Weltklasse-Auftritt!