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NLS: Das Softballteam überzeugte erneut und bringt zwei Wins nach Hause.

Cornelia Noti 25.05.2009
Die Cards Ladies traten am Sonntag in Zürich an und bezwang die Challengers zwei Mal mit 16:9 und 12:0. Die Bernerinnen starteten gut an der Platte. Sie hatten keine grossen Schwierigkeiten mit den langsamen und eher unkonstanten Pitches der Zürcher. Sie warteten auf die Strikes und liessen sich, als diese nicht kamen, gleich viermal hinter einander auf die erste Base walken. Mit gutem Base Running und dem Two Base Hit konnten die Cards gleich fünf Runs vorlegen, bevor sie in die Verteidigung kamen.
Auch dort starteten die Cards stark. Die Lead off Hitterin der Zürcher kam zwar durch einen Walk auf die erste Base, versuchte dann jedoch die zweite zu stehlen und wurde mit einem wunderschönen Play von Catcherin Fränzi Corradi und Short Stop Heather Ebert zurück auf die Bank geschickt. Pitcherin Cornelia Noti wollte dem natürlich in nichts nachstehen und warf ein Strike Out, ihr erstes überhaupt. Auch die dritte Hitterin schaffte es nicht bis zur ersten Base und die Cards konnten bereits wieder an die Platte um ihre Bats zu schwingen.
Dies klappte jedoch nicht wie geplant. Voller Eifer, den fünf Punkte Vorsprung weiter auszubauen, warteten die Bernerinnen nicht mehr auf die schönen Bälle, schwangen zu früh oder auf unsaubere Pitches und mussten zurück in die Verteidigung, ohne überhaupt zu scoren.
Die Zürcherinnen dagegen nutzten ihre Chancen voll aus. Durch Bunts, die die Verteidigung zu spät erkannte, nicht schnell genug geworfene Bälle und Errors erzwangen sie den Ausgleich.
Nun wollten die Cards erst recht wieder Punkten. Nach einem Out on First begriffen die Bernerinnen, das Geduld in diesem Spiel die wichtigste Tugend überhaupt. Sie warteten auf den Ball, auf den schönen Strike und liessen sich schliesslich in den neun at Bats des Innings sechs mal walken. Zusätzlich zum weiterhin guten Base Running reichte dies, drei Runs vorzulegen. Die Challengers konnten nicht ganz so heftig antworten wie im zweiten Inning und konnten nur zwei Runs für sich verbuchen. Somit lagen die Cards erneut mit einem Punkt in Vorsprung.
Diesen wollten sie jetzt jedoch ausbauen. Walks und Base Running bestimmten auch dieses Inning. Daran konnte der Pitcherwechsel der Challengers auch nichts ändern. Die Cards scorten einen Run nach dem anderen und erst als die Zürcherinnen die extrem viel schnellere Leandra Simitovic auf die Pitching Plate brachten und die Cards ihren sechsten Run bereits sicher nach Hause gebracht hatten, konnten die Zürcher ihr drittes Out erzielen.
Das fünfte Inning war durch das nun sehr viel stärkere Pitching der Zürcherinnen eine schnelle Angelegenheit. Bei den Cards hiess es leider 3 up, 3 down. Die Challengers konnten zwar vier Spielerinnen an die Platte schicken, jedoch mit dem gleichen Ergebnis.
Nun mussten für das sechste Inning noch einmal Runs her. Aline Stampfli kam zwar nnur durch einen Error der Zürcherinnen auf Base, brachte sich danach jedoch durch geschicktes Base Running stetig weiter und schliesslich auch nach Hause. Heather Ebert schlug einen Two Base Hit und kam auf den Hit von Sibylle Zürcher nach Hause.
Mit einer Führung von mittlerweile 14:8, die sie unbedingt halten wollten, übernahmen die Cards die Verteidigung wieder und begannen gleich einmal mit zwei Fly Outs von Amanda Bell im Centerfield. Trotz des kleinen Hintergedankens, dass das Spiel bei weniger als zwei Runs der Zürcherinnen durch die Mercy Roule beendet wird, kam die nächste Hitterin durch einen Walk auf Base und durch geschicktes Base Running und einem solide Base Hit ihrer Nachfolgerin nach Hause. Doch danach hatten die Cards genug und Cornelia Noti beendete das Spiel durch ein weiteres Strike Out bei einem Punktestand von 16:9
Im zweiten Spiel hatten sich die Cards bereits an die Pitches von Leandra Simitovic gewöhnt und konnte sie ohne grössere Probleme ins Spiel bringen. Mit soliden Base Hits legten sie zwei Runs vor bevor Amanda Bell die Pitching Plate für die Cards übernahm. Batter eins bis drei der Zürcherischen Line up gingen Strike Out.
Die Cards kamen zurück an die Platte, nutzten nach zwei Outs auf First Base jeden Fehler der Zürcherinnen gnadenlos aus und scorten dank tollem Base Running zwei weitere Runs bevor sie die Verteidigung wieder übernahmen. Batter vier bis sechs der Zürcherischen Line up gingen Strike Out.
Sibylle Zürcher eröffnete das dritte Inning mit einem Two Base Hit (danke der Hilfe der Outfield Fence wurde es nicht mehr) und kam auf einen weiteren von Pamela Kellenberger nach Hause.
Zurück in der Verteidigung fiel auf, dass die Zürcher Hitterinnen sieben bis neun von ihren Vorgängerinnen gelernt hatten. Sie konnten den Ball immerhin ins Spiel bringen doch spätestens vor Second Base war auch für sie Schluss und die Challengers mussten eine weitere Nullrunde schreiben.
Auch im nächsten Inning sicherte vor allem das tolle Base Running den Cards den Run, um ihre Führung kontinuierlich auszubauen, mittlerweile bereits auf 6:0.
Und auch bei den Zürchern hatte sich zum letzten Inning nicht viel verändert. Alle drei Hitterinnen konnten den Ball zwar ins Feld bringen, schafften es aber nicht bis First Base.
Das fünfte Inning jedoch war es, welches den zweiten Berner Sieg des Tages nach Hause brachte.
Lead off Lia Heimann begann das Inning mit einem Double, Pamela Kellenberger brachte sie nach Hause. Eva Kuske bestritt ihr erstes at Bat für die Cards und verbuchte gleich einen RBI. Fränzi Corradi brachte sich durch einen Walk auf Base und durch das konsequente Ausnutzen der Zürcher Fehler bis nach Hause. Danach konnten Sich Aline Stampfli und Heather Ebert auf Base bringen und Sibylle Zürcher trat an um den Genickbruch der Zürcher zu besiegeln. Sie schlug den ersten Homerun ihrer Karriere und brachte somit die Runs Nummer vier bis sechs nach Hause.
Klar dass sich Amanda Bell diesen Vorsprung nicht mehr nehmen liess und das Spiel souverän mit ihrem ersten Schweizer Shut out und einem Punktestand von 12:0 beendete.