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NLS: Cards Ladies konnten ihre Siegesserie nicht fortsetzen. Auch das Softballteam verliert in Therwil zweimal.

Cornelia Noti 28.06.2009
Nach den demütigenden Resultaten in den Auftaktspielen der Saison und der Niederlage der NLA gestern beim gleichen Gegner, wollten die Bernerinnen heute gegen die Flyers eigentlich einmal zeigen, was sie in den letzten beiden Monaten gelernt hatten. Eines kann man schon im Voraus sagen: es ging gründlich schief. Die Cards starteten in der Offensive, konnten aber nur einen Run vorlegen bevor sie die Verteidigung übernehmen mussten.
Zu wenig, wie sich zeigen sollte, denn die Flyers gaben von Anfang an Vollgas.
Sie konnten schon gleich im ersten Inning ihr Line-up einmal durchgehen und ohne überwältigende Leistungen eine 5:1 Führung aufbauen.
Dieser Vorsprung wäre ja nun durchaus noch aufholbar gewesen. Doch die Cards Ladies konnten die Blockade im Kopf einfach nicht überwinden. Als ein in der Offensive aggressives Team bekannt, konnten die Bernerinnen dank dem Double von Amanda Bell wenigstens noch einen Run scoren, bevor sie bereits wieder zurück in die Defensive mussten.
Nun hätte es einer richtig starken Defense bedurft, die möglichst schnell zurück an die Platte wollte. Und es geschah genau das Gegenteil. Die Cards schafften es einfach nicht, die Outs zu erzielen und die Flyers wollten mit dem Scoren gar nicht mehr aufhören, dazu kam noch ein Homerun der amerikanischen Pitcherin.
Das Pitching der Cards war nicht so konstant wie in den vergangenen Spielen, so dass die Flyers die Bases mit Walks füllten und sie mit Hits wieder leerten bis sie ihren Vorsprung auf 15:2 ausgebaut hatten.
Zurück at bat begann Lead off Fränzi Corradi mit einem soliden Base Hit, nach ihr setzte Aline Stampfli einen schönen Bunt in Richtung dritte Base, den die Flyers aber dermassen überworfen, dass beide Bernerinnen scoren konnten. Das wars dann aber schon wieder gewesen vom kurzen Aufbäumen der Bernerinnen.
Zurück in der Defense schafften es die Bernerinnen zum ersten mal, keine Runs zuzulassen und mit nur vier Baslerinnen die drei Outs zu erzielen. Sie konnten dies jedoch wieder nicht ausnutzen und selber im nächsten Inning auch keine Runs erzielen. So blieb es an den Flyers mit soliden Hits noch einmal vier Runs zu scoren und das Spiel im vierten Inning durch die Mercy Rule mit 19:4 zu beenden.


Im zweiten Spiel sollte alles anders werden. Amanda Bell, endlich wieder zurück im Team, sollte es für die Bernerinnen richten. Doch auch die Baslerinnen hatten eine amerikanische Pitcherin.
Die Cards starteten wieder in der Offensive: three up, three down.
Die Cards wechselten in die Defensive und erlaubten zwei Doubles und einen (um ein Forced Play zu erzwingen intentional) Walk, was den Flyers reichte um zwei Runs zu scoren.
Die Cards konnten zurück in die Offensive wo ein missglücktes Squeeze-Play einen Run verhinderte: 4 up, 3 down, no runs.
Die Baslerinnen konnten das schnelle Pitching erneut etwas besser handeln und einen weiteren Run zum 3:0 scoren.
Die Bernerin hatten vier weitere at bats, leider erneut ohne grössere Erfolge.
Danach hatten die Flyers ihre drei at bats, bevor sich die Bernerinnen noch erneut versuchen konnten. Lia Heimann trat im nun bereits vierten Inning at bat und sorgte für den offensiven Höhepunkt im Bernerischen Spiel: Sie schlug einen grandiosen Two-Base-Hit, der nur durch die Löcher im Gitterzaun nicht zu mehr wurde. Doch leider liessen ihre Nachfolge-Hitterinnen sie auf Base verhungern; 4 up, 3 down, no runs.
Anders die Baslerinnen. Sie konnten auch in den folgenden zwei Innings jeweils noch einmal einen Run scoren.
Nach sieben Innings in weniger als zwei Stunden stand es 5:0 für die Flyers und die Cards hatten auch diese beiden Spiele gegen die Baslerinnen verloren.
Die Cards Ladies haben einmal mehr ein Spiel gegen die Flyers im Kopf verloren. Das Team kann durchaus mehr, als es heute gezeigt hat. Es muss nur zulassen, so gut zu spielen wie jede einzelne kann - egal wie der Gegner heisst!