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NLS: Cards Ladies haben das Siegen in der Sommerpause nicht verlernt.

Cornelia Noti 17.08.2009
Das Cardinals Softballteam empfing am Samstag die Geneva Jets und siegte zwei Mal mit 11:4 und 7:0. Die Ansage nach der sechswöchigen Sommerpause war klar. Die Jets als Tabellenletzter mussten zweimal geschlagen werden, damit der Einzug in die Playoffs auch rechnerisch definitiv ist und sich die Cards den Heimvorteil sichern können. Doch die Cards starteten in der Defensive nicht optimal und verschenkten gleich zu Beginn einen Walk. Danach schienen sie sich wieder zu fangen und erzielten bei at Bat zwei und drei der Jets jeweils ein Fly Out, doch das dritte Out liess lange auf sich warten. Mit einem Double, zwei Base Hits und drei weiteren Walks konnten die Jets vier Runs vorlegen, bevor die Cards nach einem Strike Out endlich an die Platte wechseln konnten. Auch in der Offensive begannen die Cards nicht wie gewohnt stark. Zwei Fly Outs, und ein Caught Stealing verhinderten die ersten Punkte der Cards, so dass sie mit einem 4:0 Rückstand erneut in die Verteidigung mussten. Das war alles andere als der Spielverlauf, den sich die Cards Ladies erhofft hatten und sie mussten diesen unbedingt ändern. Im zweiten Inning sah die Berner Defensive schon ganz anders aus: Fly Out, Fly Out, Base Hit, Fly Out reichte den Genferinnen nicht, erneut zu Punkten zu kommen. Auch in der Offensive konnten sich die Cards im Vergleich zum ersten Inning schon etwas steigern: Double, Stolen Base, Single, Stolen Base, Fly Out und zwei Out on First reichten schon mal, um den Punktestand auf 4:2 zu verkürzen. Immer noch nicht das erhoffte Resultat, aber immerhin schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung. Auch im dritten Inning liessen die Bernerinnen die Jets nicht zum Punkten kommen. Dafür kehrten Sie an der Platte langsam wieder zur alten Form zurück. Amanda Bell erfüllte sich beinahe den Traum eines Homeruns und konnte nach einem Tripple und einem Error der Genferinnen scoren. Zusammen mit einem Base Hit von Sibylle Zürcher, einem Double von Martine Pestoni-Gilliéron, einem Walk von Aline Stampfli und einem weiteren Double von Lia Heimann, reichte es den Cards, die Führung zu übernehmen. Und diese gaben sie nicht mehr ab. Auch in Inning vier und fünf liessen die Cards keine Runs der Jets mehr zu und scorten selber munter weiter, so dass sie im fünften Inning mit der Mercy Roule und einem Stand von 11:4 den ersten Sieg nach der Sommerpause für sich verbuchen konnten. Im zweiten Spiel starteten die Cards in einer leicht veränderten Aufstellung. Heather Ebert catchte zum ersten Mal für die Cards, Fränzi Corradi übernahm im Wechsel dafür Short Stop, Lia Heimann im Centerfield, Amanda Brand im Leftfield und Sandra Stadelmann in ihrem ersten Starting-Einsatz im Rightfield. Doch auch in dieser Aufstellung hatten die Jets, vor allem auch dank dem weltklasse Pitching von Amanda Bell, keine Chance. Im gesamten Spiel schafften es die Genferinnen zwei Mal, überhaupt auf Base zu kommen. Mit insgesamt 12 Strike Outs auf Seiten der Genfer waren die Halb-Innings in der Defensive für die Cards meist sehr kurz. Auch die Bernerinnen hatten etwas Mühe mit der zweiten Pitcherin der Jets. Obwohl sie weder sehr schnell, noch Variantenreich warf schafften es die Bernerinnen nicht, bereits im ersten Inning die Führung zu übernehmen. Doch danach bauten sie langsam, aber kontinuierlich, ihre Führung auf und aus. Der krönende Abschluss bildete die Cards Offensive im sechsten Inning, die mit einem In-Park-Homerun von Fränzi Corradi begann, mit einem Walk von Amanda Bell weiterging und mit einem Tripple von Heather Ebert endete, da sie damit den Winning-Run zum 7:0 nach Hause brachte und auch dieses Spiel durch die Mercy Roule frühzeitig bei einem Stand von 7:0 endete. Obwohl die Resultate auf dem Papier deutlich aussehen, dürfen die Jets nicht unterschätzt werden. Hätten die Cards im falschen Inning den einen oder anderen Run mehr kassiert, hätten die Spiele auch anders aussehen können.
Ein Lob an die Bernerinnen, dass sie sich von einem 4:0 Startinning nicht haben beeindrucken lassen und sich souverän zurückgekämpft haben. Nächste Woche reisen die Bernerinnen nach Genf für das Rückspiel. Die Cards wissen jetzt, dass die Jets nicht zu unterschätzen und ein schlagkräftiges Team sind, so dass sie sich auf die Spiele vorbereiten und diese hoffentlich erneut für sich entscheiden können.